
Zum bundesweiten Tag der Erneuerbaren Energien am 25. April 2026
haben Philipp Lübbert und Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende der
Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN-FREIE WÄHLER im Kreistag
Ludwigslust-Parchim, zentrale Energieprojekte im Landkreis besucht. Im Fokus
stehen die Biogasanlage in Boizenburg sowie der Windpark Wessin I.
Der Landkreis Ludwigslust-Parchim nimmt eine Schlüsselrolle in der
regionalen Energiewende ein und hat sich zu einem bedeutenden Standort
für die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien in Westmecklenburg
entwickelt. Ob Biogas oder Wind – diese Anlagen sind das Rückgrat einer
modernen, unabhängigen Energieversorgung und bringen einen echten
Mehrwert in puncto Versorgungssicherheit und regionaler Wertschöpfung.
Die Biogasanlage Boizenburg ist ein zukunftsweisendes Beispiel für
nachhaltige Versorgungssicherheit, denn der große Gasspeicher zwischen
Schwanheide und Boizenburg ermöglicht die Speicherung und
bedarfsgerechte Umwandlung von Biogas in Strom und Wärme für
zahlreiche Boizenburger Haushalte. In Spitzenlastzeiten wird damit der
Einsatz fossiler Energieträger wie Gas und Kohle erfolgreich reduziert.
Mit der strategischen Verankerung regionaler Biogaspotenziale im jüngst
beschlossenen Wärmeplan stärkt Boizenburg die Basis für ein
krisenfesteres Fernwärmenetz, denn durch die Nutzung lokaler Ressourcen
verringert die Stadt auch die Abhängigkeit von fossilen Importen und
sichert eine nachhaltige Wärmeversorgung vor Ort. „Bürger*innen und
Kommune profitieren langfristig von stabileren Energiepreisen und einer
gesteigerten regionalen Wertschöpfung, während fossile Brennstoffe
zunehmend ersetzt werden – ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz vor
Ort“, so Philipp Lübbert.

Auch der Windpark Wessin I setzt neue Maßstäbe für die regionale
Energiewende im Landkreis. In dieser aktuell größten Windparkbaustelle
in Mecklenburg-Vorpommern entstehen 20 hochmoderne Anlagen, die in
Zukunft einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten werden. Es
wird hier die Basis für eine CO2-freie Stromversorgung von ca. 65.000
Haushalten geschaffen. „Jede Kilowattstunde Windstrom ersetzt direkt
die Verbrennung von Kohle und Gas in Großkraftwerken und senkt so den
CO2-Ausstoß der Region massiv. Langfristig gesehen ist das eine
verlässlichere und kostengünstigere Energieversorgung. Das bietet
unserer Region zudem die Chance, sich als moderner Wirtschaftsstandort
mit stabilen Standortfaktoren zu positionieren und gleichzeitig die
Lebensqualität vor Ort zu sichern“, sagt Ulrike Seemann-Katz.

Der Tag der Erneuerbaren Energien ist auch in diesem Jahr ein Signal des
Aufbruchs. Wir begrüßen die zahlreichen Initiativen in
Mecklenburg-Vorpommern ausdrücklich, denn nur durch gemeinsamen Dialog
lässt sich die Energiewende als generationengerechtes Projekt umsetzen,
das auf fairer Teilhabe und regionaler Wertschöpfung basiert.

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